Praktikum finden & anfragen
Selbstbewusst schreiben, fair vereinbaren.
Ein Praktikum ist oft der erste Schritt in die Arbeitswelt – und die Chance, herauszufinden, was dir wirklich liegt. Ob Schülerpraktikum, studienbegleitendes Praktikum oder Orientierungsphase nach der Ausbildung: Wer ein Praktikum finden möchte, braucht nicht nur Motivation, sondern auch eine klare Strategie. Dieser Ratgeber zeigt, wie du im Hunsrück und darüber hinaus passende Stellen aufspürst, überzeugende Anschreiben formulierst, den richtigen Ansprechpartner findest und faire Bedingungen vereinbarst – von Zeitraum und Zielen bis zu Versicherung und Feedback.
Warum ein Praktikum? Nutzen und Perspektiven
Ein Praktikum bietet weit mehr als Kaffee kochen und Kopieren. Es ist die Gelegenheit, Berufsfelder kennenzulernen, eigene Stärken zu entdecken und erste Kontakte zu knüpfen. Für Schülerinnen und Schüler ist es oft der erste Einblick in den Arbeitsalltag, für Studierende eine Möglichkeit, theoretisches Wissen praktisch anzuwenden. Auch Quereinsteiger oder Menschen in Orientierungsphasen profitieren: Ein Praktikum zeigt, ob ein Beruf oder eine Branche wirklich passt.
Im Hunsrück – einer Region mit vielfältigen Handwerksbetrieben, mittelständischen Unternehmen, Tourismuseinrichtungen und sozialen Trägern – gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Vom Schreiner über die Hotelfachfrau bis zur IT-Agentur: Wer ein Praktikum finden möchte, findet hier oft kürzere Wege und persönlicheren Kontakt als in Großstädten. Gleichzeitig gilt: Je klarer du deine Ziele formulierst und je professioneller du auftrittst, desto höher die Chance auf eine lehrreiche und faire Praktikumserfahrung.
Wichtig ist, das Praktikum nicht als „Lückenfüller“ zu sehen, sondern als bewusste Investition in die eigene Entwicklung. Wer aktiv mitarbeitet, Fragen stellt und Feedback einholt, gewinnt nicht nur Einblicke, sondern oft auch Referenzen und Netzwerkkontakte, die später den Berufseinstieg erleichtern.

Praktikum finden: Recherche und Quellen
Bevor du das erste Anschreiben verfasst, lohnt sich eine strukturierte Recherche. Die Frage „Wo finde ich passende Praktikumsplätze?“ lässt sich mit mehreren Ansätzen beantworten:
Lokale Netzwerke und Plattformen
Im Hunsrück bieten regionale Verzeichnisse wie der HunsAtlas eine gute Übersicht über Unternehmen, Dienstleister und Einrichtungen. Viele Betriebe sind dort mit Kontaktdaten und Profil gelistet. Auch die Industrie- und Handelskammern (IHK), Handwerkskammern (HWK) und kommunale Wirtschaftsförderungen führen oft Praktikumsbörsen oder vermitteln Kontakte.
Schulen, Hochschulen und Berufsberatung
Schulen organisieren oft Pflichtpraktika und pflegen Kontakte zu regionalen Betrieben. Hochschulen haben Career Services oder Praktikumsämter, die Stellenangebote sammeln. Die Bundesagentur für Arbeit bietet ebenfalls Beratung und Vermittlung – sowohl online als auch in den Agenturen vor Ort.
Direkte Ansprache und Initiativbewerbung
Nicht jedes Unternehmen schreibt Praktikumsplätze öffentlich aus. Gerade kleinere Betriebe freuen sich oft über motivierte Initiativbewerbungen. Eine kurze, präzise Anfrage per E-Mail oder Telefon kann Türen öffnen. Wichtig: Zeige echtes Interesse am Betrieb und formuliere klar, was du lernen möchtest und welchen Zeitraum du im Blick hast.
Online-Jobbörsen und Branchenportale
Überregionale Plattformen (z. B. Praktikum.de, StepStone Praktikum, Indeed) listen ebenfalls Stellen, auch aus ländlichen Regionen. Filter nach Postleitzahl oder Ort helfen, regionale Angebote zu finden. Branchenspezifische Portale (z. B. für IT, Tourismus, Handwerk) bieten oft spezialisierte Praktikumsangebote.
Community und Mundpropaganda
Frag in deinem Umfeld: Eltern, Verwandte, Bekannte kennen oft Betriebe, die Praktikanten suchen. Auch in lokalen Foren oder auf Plattformen wie dem HunsTreff kannst du dich austauschen und Empfehlungen einholen. Persönliche Empfehlungen erleichtern oft den Erstkontakt.
Tipp: Erstelle eine Liste mit 5–10 Wunschbetrieben, recherchiere deren Tätigkeitsfelder und notiere jeweils einen konkreten Ansprechpartner. So gehst du strukturiert vor und vermeidest Streuverluste.
Das Anschreiben: Aufbau und Formulierungen
Ein überzeugendes Anschreiben ist der Schlüssel, um ein Praktikum zu finden. Es sollte kurz, klar und authentisch sein – keine Romane, aber auch keine Standardfloskeln. Hier ein bewährter Aufbau:
Kopfzeile und Betreff
Deine Kontaktdaten (Name, Adresse, Telefon, E-Mail) stehen oben links, darunter die Adresse des Unternehmens. Datum nicht vergessen. Der Betreff sollte präzise sein, z. B. „Bewerbung um ein Schülerpraktikum im Bereich Tischlerei, Zeitraum März 2025″ oder „Initiativbewerbung für studienbegleitendes Praktikum im Marketing“.
Anrede
Vermeide „Sehr geehrte Damen und Herren“. Recherchiere den Namen des Ansprechpartners (siehe nächster Abschnitt) und schreibe „Sehr geehrte Frau Müller“ oder „Sehr geehrter Herr Schmidt“. Das zeigt, dass du dich informiert hast.
Einleitung
Erkläre in 2–3 Sätzen, warum du dich bewirbst und wie du auf das Unternehmen aufmerksam geworden bist. Beispiel: „Auf der Suche nach einem Praktikum im Bereich Holzverarbeitung bin ich auf Ihren Betrieb im HunsAtlas gestoßen. Ihre Spezialisierung auf traditionelle Schreinerarbeiten und moderne Möbelgestaltung hat mein Interesse geweckt. Gerne möchte ich im Rahmen meines Schülerpraktikums erste Einblicke in das Handwerk gewinnen.“
Hauptteil
Stelle kurz deine Situation dar (Schule, Studium, Ausbildung) und benenne deine Motivation. Was möchtest du lernen? Welche Stärken oder Vorkenntnisse bringst du mit? Beispiel: „Ich besuche derzeit die 9. Klasse der Realschule und interessiere mich besonders für handwerkliche Tätigkeiten. In meiner Freizeit arbeite ich gerne mit Holz und habe bereits kleinere Projekte wie einen Werkzeugkasten selbst gebaut. Ein Praktikum in Ihrer Werkstatt würde mir helfen, die Anforderungen des Schreinerberufs kennenzulernen und herauszufinden, ob eine Ausbildung für mich in Frage kommt.“
Zeitraum und Rahmenbedingungen
Nenne konkret, wann und wie lange du das Praktikum absolvieren möchtest. Beispiel: „Mein Praktikumszeitraum ist vom 10. bis 21. März 2025 (zwei Wochen). Ich bin flexibel bei den Arbeitszeiten und bringe Lernbereitschaft sowie Zuverlässigkeit mit.“
Schluss
Bedanke dich für die Aufmerksamkeit und biete ein Gespräch an. Beispiel: „Über die Möglichkeit, mich persönlich vorzustellen, freue ich mich sehr. Gerne stehe ich Ihnen für Rückfragen telefonisch oder per E-Mail zur Verfügung.“ Schließe mit „Mit freundlichen Grüßen“ und deiner Unterschrift (bei E-Mail getippt, bei Briefpost handschriftlich).
Formale Tipps
- Maximal eine DIN-A4-Seite.
- Klare Schrift (z. B. Arial, Calibri, 11–12 pt), ausreichend Zeilenabstand.
- Rechtschreibung und Grammatik prüfen (lass jemanden gegenlesen).
- PDF-Format für E-Mail-Bewerbungen; Dateiname aussagekräftig (z. B. „Bewerbung_Praktikum_Max_Mustermann.pdf“).
- Anlagen (Lebenslauf, ggf. Zeugnisse) kurz im Text erwähnen („Im Anhang finden Sie meinen Lebenslauf und mein letztes Schulzeugnis“).
Wichtig: Vermeide Standardphrasen wie „hiermit bewerbe ich mich“ oder „mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen“. Sei konkret und authentisch – das hebt dich ab.

Den richtigen Ansprechpartner finden
Eine personalisierte Anrede erhöht die Chance, dass dein Anschreiben gelesen und ernst genommen wird. Doch wie findest du den richtigen Ansprechpartner?
Website und Impressum
Viele Unternehmen nennen auf ihrer Website Ansprechpartner für Bewerbungen – oft unter „Karriere“, „Über uns“ oder „Kontakt“. Im Impressum stehen zumindest die Geschäftsführung oder Inhaber; bei kleinen Betrieben ist das oft die richtige Adresse.
Telefonische Nachfrage
Ein kurzer Anruf zeigt Initiative und klärt Unklarheiten. Beispiel: „Guten Tag, mein Name ist Max Mustermann. Ich interessiere mich für ein Praktikum in Ihrem Betrieb und möchte mich gerne bewerben. An wen kann ich meine Unterlagen richten?“ Notiere dir Name, Funktion und korrekte Schreibweise.
Soziale Netzwerke und Plattformen
Auf LinkedIn, Xing oder regionalen Plattformen wie dem HunsAtlas sind oft Kontaktpersonen genannt. Auch hier gilt: Lieber einmal zu viel nachfragen als eine unpersönliche Bewerbung verschicken.
Bei Unsicherheit: Personalabteilung oder Geschäftsführung
Wenn du trotz Recherche keinen Namen findest, adressiere dein Schreiben an „Personalabteilung“ oder „Geschäftsführung“. Das ist immer noch besser als „Sehr geehrte Damen und Herren“, zeigt aber weniger Eigeninitiative.
Tipp: Notiere dir bei jedem Kontakt (Anruf, E-Mail) Datum, Name und Gesprächsinhalt. Das hilft bei Nachfragen und zeigt Professionalität.
Zeitraum und Ziele klar definieren
Ein Praktikum ohne klare Rahmenbedingungen führt oft zu Enttäuschungen auf beiden Seiten. Definiere deshalb von Anfang an Zeitraum, Umfang und Ziele.
Zeitraum und Dauer
Schülerpraktika dauern meist 1–2 Wochen, studienbegleitende Praktika oft 8–12 Wochen, Pflichtpraktika im Studium manchmal 3–6 Monate. Kläre im Vorfeld:
- Wann kannst du starten? (Schulferien, Semesterferien, nach Abschluss?)
- Wie viele Stunden pro Woche? (Vollzeit, Teilzeit, flexibel?)
- Gibt es feste Anwesenheitstage oder ist Homeoffice möglich? (bei digitalen Praktika)
Nenne im Anschreiben konkrete Daten oder Zeiträume. Beispiel: „Ich möchte das Praktikum gerne in den Sommerferien 2025, vom 14. Juli bis 8. August, absolvieren.“
Praktikumsziele
Überlege dir, was du lernen möchtest. Das hilft nicht nur dir, sondern auch dem Betrieb, passende Aufgaben zu planen. Beispiele:
- „Ich möchte Einblicke in die Holzverarbeitung gewinnen und lernen, wie Möbel von der Planung bis zur Fertigstellung entstehen.“
- „Ziel ist es, die Abläufe im Hotelempfang kennenzulernen und erste Erfahrungen im Gästekontakt zu sammeln.“
- „Ich möchte verstehen, wie Social-Media-Kampagnen geplant und umgesetzt werden, und selbst kleinere Beiträge erstellen.“
Erwartungen abgleichen
Im Vorstellungsgespräch oder in der Anfrage kannst du offene Fragen klären:
- Welche Aufgaben sind vorgesehen?
- Gibt es einen festen Ansprechpartner oder Mentor?
- Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?
- Welche Vorkenntnisse sind hilfreich? (z. B. Software, Werkzeuge)
Ehrliche Kommunikation beugt Missverständnissen vor und sorgt dafür, dass beide Seiten profitieren.

Fair vereinbaren: Versicherung, Vergütung, Zeugnis
Ein Praktikum sollte nicht nur lehrreich, sondern auch fair gestaltet sein. Folgende Punkte gehören zu einer sauberen Vereinbarung:
Praktikumsvertrag
Auch wenn es sich „nur“ um ein Praktikum handelt: Ein schriftlicher Vertrag schützt beide Seiten. Er sollte enthalten:
- Namen und Anschriften von Praktikant und Unternehmen
- Zeitraum und Dauer
- Arbeitszeiten und ggf. Urlaubsanspruch (bei längeren Praktika)
- Aufgaben und Lernziele
- Vergütung (falls vorgesehen)
- Regelungen zu Versicherung, Kündigungsfristen, Zeugnis
Bei Pflichtpraktika (Schule, Hochschule) gibt es oft Musterverträge der Bildungseinrichtung.
Versicherung und Sozialabgaben
Schülerpraktika im Rahmen der Schulpflicht sind in der Regel über die Schule unfallversichert. Bei freiwilligen oder studienbegleitenden Praktika gilt:
- Unfallversicherung: Der Betrieb muss dich bei der Berufsgenossenschaft anmelden.
- Krankenversicherung: Als Schüler oder Student bist du meist familienversichert oder studentisch versichert. Bei Praktika über 20 Stunden/Woche oder mit Vergütung über Minijob-Grenze können Sozialversicherungsbeiträge anfallen – kläre das im Vorfeld.
- Haftpflicht: Prüfe, ob deine private Haftpflichtversicherung Schäden im Praktikum abdeckt (oft ja, aber nachfragen lohnt sich).
Bei Minderjährigen (unter 18 Jahren) gelten besondere Regelungen (siehe nächster Abschnitt).
Vergütung
Pflichtpraktika (Schule, Studium) müssen nicht vergütet werden. Freiwillige Praktika über drei Monate unterliegen dem Mindestlohngesetz (Stand 2025: 12,41 Euro/Stunde, aktuelle Werte prüfen). Kürzere freiwillige Praktika oder Orientierungspraktika können, müssen aber nicht vergütet werden. Viele Betriebe zahlen eine Aufwandsentschädigung oder übernehmen Fahrtkosten – frag nach, aber erwarte nicht automatisch Bezahlung bei kurzen Schülerpraktika.
Praktikumszeugnis
Am Ende des Praktikums hast du Anspruch auf ein Zeugnis oder eine Bescheinigung. Ein qualifiziertes Zeugnis bewertet deine Leistungen und dein Verhalten, ein einfaches Zeugnis bestätigt nur Dauer und Tätigkeiten. Bitte rechtzeitig (ca. eine Woche vor Ende) um das Zeugnis, damit es sorgfältig erstellt werden kann. Ein gutes Zeugnis ist wertvoll für spätere Bewerbungen.
Arbeitszeiten und Pausen
Auch im Praktikum gelten Arbeitszeitgesetze. Für Erwachsene: maximal 8 Stunden/Tag (bei Ausgleich bis 10 Stunden), Pausen nach 6 Stunden Arbeit. Für Jugendliche gelten strengere Regeln (siehe unten). Kläre Beginn, Ende und Pausenregelungen im Vorfeld.
Jugendschutz und besondere Regelungen
Bist du unter 18 Jahre alt, greifen zusätzliche Schutzbestimmungen nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG). Diese sollen sicherstellen, dass deine Gesundheit und Entwicklung nicht gefährdet werden.
Arbeitszeiten für Jugendliche
- Kinder (unter 15 Jahre): Dürfen nur im Rahmen von Schülerpraktika oder mit leichten Tätigkeiten (z. B. Zeitungen austragen) arbeiten. Praktika sind auf wenige Stunden/Tag begrenzt, keine Nacht- oder Wochenendarbeit.
- Jugendliche (15–17 Jahre): Maximal 8 Stunden/Tag, 40 Stunden/Woche. Arbeitszeit zwischen 6 und 20 Uhr (Ausnahmen in bestimmten Branchen, z. B. Bäckerei, Gastronomie, Landwirtschaft). Samstags- und Sonntagsarbeit nur in Ausnahmefällen erlaubt.
- Pausen: Nach 4,5 Stunden mindestens 30 Minuten, nach 6 Stunden mindestens 60 Minuten.
- Ruhezeit: Mindestens 12 Stunden zwischen Feierabend und erneutem Arbeitsbeginn.
Verbotene Tätigkeiten
Jugendliche dürfen nicht mit gefährlichen Arbeiten betraut werden, z. B. schwere körperliche Tätigkeiten, Umgang mit gefährlichen Stoffen, Akkordarbeit. Der Betrieb muss eine Gefährdungsbeurteilung durchführen und dich entsprechend einweisen.
Ärztliche Untersuchung
Vor Aufnahme einer Beschäftigung (auch Praktikum über mehrere Wochen) ist bei Jugendlichen eine ärztliche Erstuntersuchung vorgeschrieben (§ 32 JArbSchG). Diese bescheinigt, dass du für die vorgesehenen Tätigkeiten gesundheitlich geeignet bist. Kläre mit dem Betrieb, ob das für dein Praktikum notwendig ist.
Elterliche Zustimmung
Bei Minderjährigen sollte der Praktikumsvertrag von den Eltern oder Erziehungsberechtigten unterschrieben werden. Das gibt allen Beteiligten Rechtssicherheit.
Tipp: Informiere dich gemeinsam mit deinen Eltern über deine Rechte. Seriöse Betriebe kennen die Regelungen und halten sie ein. Solltest du unsicher sein, wende dich an deine Schule, die Berufsberatung oder die zuständige Aufsichtsbehörde (Gewerbeaufsicht).
Feedback einholen und reflektieren
Ein Praktikum ist nicht
nur eine Gelegenheit zu zeigen, was du kannst, sondern auch eine Chance, zu lernen. Feedback ist dabei ein wertvolles Werkzeug – sowohl für deine persönliche Entwicklung als auch für die Qualität deiner Bewerbungen und zukünftigen Praktika.
Während des Praktikums: Aktiv nachfragen
Warte nicht bis zum letzten Tag. Bitte nach der ersten Woche oder zur Hälfte deines Praktikums um ein kurzes Zwischenfeedback. Frage konkret:
- „Wie schätzen Sie meine Arbeitsweise ein?“
- „Gibt es etwas, das ich besser machen kann?“
- „Welche Aufgaben liegen mir besonders?“
Das zeigt Eigeninitiative und gibt dir die Chance, dich während des Praktikums noch zu verbessern. Die meisten Betreuer schätzen diese Offenheit.
Abschlussgespräch und Zeugnis
Am Ende des Praktikums sollte ein kurzes Abschlussgespräch stattfinden. Nutze es, um:
- ehrliches Feedback zu deinen Stärken und Entwicklungsfeldern einzuholen,
- offene Fragen zum Berufsbild oder zur Branche zu klären,
- nach einem Praktikumszeugnis oder einer Bescheinigung zu fragen (idealerweise schriftlich, mit Tätigkeitsbeschreibung und Bewertung).
Ein qualifiziertes Zeugnis ist wertvoll für spätere Bewerbungen – es dokumentiert deine Leistung und dein Verhalten im Betrieb.
Selbstreflexion: Was habe ich gelernt?
Nimm dir nach dem Praktikum Zeit, deine Erfahrungen zu reflektieren:
- Welche Tätigkeiten haben mir Spaß gemacht, welche weniger?
- Kann ich mir vorstellen, in diesem Bereich zu arbeiten oder eine Ausbildung zu machen?
- Was habe ich über mich selbst gelernt (Stärken, Interessen, Arbeitsweise)?
- Welche Fähigkeiten möchte ich weiterentwickeln?
Notiere deine Gedanken in einem kurzen Praktikumsbericht oder Tagebuch – das hilft dir bei der Berufsorientierung und ist oft auch für die Schule nützlich.
Kontakt halten
Wenn das Praktikum gut lief, bleib in Kontakt. Eine kurze Dankes-E-Mail nach dem Praktikum ist nicht nur höflich, sondern hält die Tür offen für Fragen, weitere Praktika oder sogar einen späteren Ausbildungsplatz. Vernetze dich auf beruflichen Plattformen oder frage, ob du bei Fragen zur Berufswahl nochmals auf den Betrieb zukommen darfst.
Tipp: Feedback ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Professionalität. Wer offen für Rückmeldungen ist, entwickelt sich schneller weiter – im Praktikum und darüber hinaus.

Typische Fehler vermeiden
Auch bei bester Vorbereitung können Fehler passieren. Wer sie kennt, kann sie gezielt vermeiden – und sich so von anderen Bewerbern abheben.
Fehler in der Bewerbung
- Rechtschreib- und Tippfehler: Lass deine Unterlagen von Eltern, Lehrern oder Freunden gegenlesen. Fehler wirken nachlässig.
- Standardfloskeln: „Hiermit bewerbe ich mich…“ klingt altbacken. Steig direkt mit deinem Interesse ein.
- Zu allgemein: Vermeide Sätze wie „Ich interessiere mich für alles“. Sei konkret: Was reizt dich an diesem Betrieb, diesem Beruf?
- Fehlende Kontaktdaten: Prüfe, ob Telefonnummer und E-Mail-Adresse korrekt und aktuell sind.
- Unprofessionelle E-Mail-Adresse: „party-king99@…“ wirkt unseriös. Nutze eine seriöse Adresse (z. B. vorname.nachname@…).
Fehler im Bewerbungsgespräch
- Unpünktlichkeit: Plane genug Puffer ein. Zu spät kommen hinterlässt einen schlechten ersten Eindruck.
- Unvorbereitet sein: Wenn du auf die Frage „Was weißt du über uns?“ nichts antworten kannst, wirkt das desinteressiert.
- Zu passiv: Stelle eigene Fragen. Das zeigt echtes Interesse.
- Schlechte Körpersprache: Verschränkte Arme, kein Blickkontakt, Herumzappeln – achte auf offene, freundliche Signale.
- Negative Äußerungen: Vermeide es, schlecht über deine Schule, Lehrer oder frühere Praktika zu sprechen. Bleib konstruktiv.
Fehler während des Praktikums
- Nicht nachfragen: Lieber einmal zu viel fragen als Fehler machen oder untätig herumsitzen.
- Handy am Arbeitsplatz: Privates Surfen oder Chatten während der Arbeitszeit ist tabu. Schalte dein Handy stumm oder leg es weg.
- Unpünktlichkeit oder unentschuldigtes Fehlen: Behandle das Praktikum wie einen echten Job. Melde dich rechtzeitig ab, wenn du krank bist.
- Kein Interesse zeigen: Auch wenn manche Aufgaben langweilig sind – zeige Engagement und frage nach weiteren Tätigkeiten.
- Kein Feedback einholen: Verpasse nicht die Chance, zu lernen und dich zu verbessern.
Tipp: Fehler sind menschlich. Wichtig ist, aus ihnen zu lernen. Wenn dir etwas misslingt, sprich es offen an und zeige, dass du es beim nächsten Mal besser machen willst. Das zeugt von Reife und Professionalität.
Digitale Tools und Plattformen nutzen
Die Suche nach einem Praktikumsplatz und die Organisation drumherum lassen sich heute durch digitale Hilfsmittel deutlich erleichtern. Hier ein Überblick über nützliche Tools und Plattformen – ohne konkrete Markennennungen, aber mit praktischen Hinweisen.
Online-Praktikumsbörsen
Viele Websites und Portale bündeln Praktikumsangebote aus verschiedenen Branchen und Regionen. Nutze Filterfunktionen (Ort, Dauer, Bereich), um gezielt nach Plätzen im Hunsrück oder angrenzenden Regionen zu suchen. Achte auf seriöse Anbieter mit Impressum und Datenschutzerklärung.
Bewerbungsmanagement
Behalte den Überblick über deine Bewerbungen: Erstelle eine einfache Tabelle (z. B. in einem Tabellenkalkulationsprogramm oder auf Papier) mit Spalten für Unternehmen, Bewerbungsdatum, Status, Rückmeldung, nächste Schritte. So vergisst du keine Fristen und kannst gezielt nachfassen.
Vorlagen und Muster
Im Internet findest du zahlreiche kostenlose Vorlagen für Lebenslauf und Anschreiben. Nutze sie als Inspiration, aber kopiere sie nicht 1:1. Personalisiere jede Bewerbung – das macht den Unterschied.
Online-Termine und Videogespräche
Manche Betriebe bieten Vorstellungsgespräche per Videocall an, besonders wenn der Anfahrtsweg weit ist. Achte auf eine ruhige Umgebung, gutes Licht, eine neutrale Hintergrundkulisse und teste vorab Kamera und Mikrofon. Kleide dich wie für ein persönliches Gespräch und halte Notizen und Unterlagen griffbereit.
Regionale Plattformen
Das HunsAtlas auf dem Hunsrück Portal bietet Einträge von Unternehmen, Dienstleistern und Einrichtungen aus der Region – eine gute Quelle, um potenzielle Praktikumsgeber zu finden und Kontaktdaten zu recherchieren. Ergänzend kannst du im HunsTreff mit anderen Nutzern diskutieren oder Tipps austauschen.
Soziale Netzwerke
Berufliche Netzwerke können hilfreich sein, um Unternehmen zu folgen, Neuigkeiten zu erhalten oder dich über Praktikumsangebote zu informieren. Achte auf ein seriöses Profil (aktuelles Foto, vollständige Angaben, keine privaten Party-Bilder). Auch hier gilt: Qualität vor Quantität – vernetze dich gezielt mit regionalen Akteuren.
Tipp: Digitale Tools sind praktisch, ersetzen aber nicht den persönlichen Kontakt. Nutze sie als Ergänzung, nicht als Ersatz für Telefonate, persönliche Besuche oder Gespräche auf regionalen Veranstaltungen.

Nach dem Praktikum: Wie geht es weiter?
Das Praktikum ist vorbei – aber die gewonnenen Erfahrungen und Kontakte bleiben. Jetzt gilt es, das Gelernte zu nutzen und die nächsten Schritte zu planen.
Dokumentation und Zeugnis
Hebe dein Praktikumszeugnis oder deine Bescheinigung gut auf – am besten digital und als Ausdruck. Ergänze deine Bewerbungsunterlagen um diesen Nachweis. Falls du einen Praktikumsbericht für die Schule schreiben musst, nutze die Gelegenheit, deine Erfahrungen strukturiert festzuhalten. Das hilft auch dir selbst bei der Reflexion.
Dankesschreiben
Eine kurze E-Mail oder Karte an deinen Betreuer ist eine nette Geste und hinterlässt einen positiven Eindruck. Bedanke dich für die Zeit, die Betreuung und die Einblicke. Erwähne konkret, was dir besonders gefallen hat. Das zeigt Wertschätzung und professionelles Verhalten.
Kontakte pflegen
Wenn das Praktikum gut lief, bleib in lockerem Kontakt. Frage, ob du bei weiteren Fragen auf den Betrieb zukommen darfst, oder informiere dich über zukünftige Praktikums- oder Ausbildungsplätze. Viele Unternehmen im Hunsrück schätzen es, wenn junge Leute Interesse zeigen und sich langfristig engagieren.
Berufsorientierung vertiefen
Nutze die Erkenntnisse aus dem Praktikum für deine weitere Planung:
- Hat dir der Beruf gefallen? Dann recherchiere Ausbildungswege, Studiengänge oder weitere Praktika in diesem Bereich.
- War es nicht das Richtige? Auch das ist eine wertvolle Erkenntnis. Überlege, was dir gefehlt hat und welche Alternativen besser passen könnten.
- Sprich mit der Berufsberatung, deinen Lehrern oder Eltern über deine Eindrücke und hole dir Rat für die nächsten Schritte.
Weitere Praktika planen
Ein Praktikum reicht selten, um sich festzulegen. Plane weitere Praktika in anderen Bereichen oder Betrieben, um dein Bild zu vervollständigen. Je mehr Einblicke du sammelst, desto sicherer wird deine Berufswahl.
Ausbildungsplatz oder Studium?
Wenn du weißt, in welche Richtung es gehen soll, informiere dich frühzeitig über Bewerbungsfristen und Voraussetzungen. Viele Ausbildungsbetriebe im Hunsrück suchen bereits ein Jahr im Voraus nach Azubis. Auch für duale Studiengänge oder schulische Ausbildungen gelten oft frühe Bewerbungsfristen.
Tipp: Nutze das HunsTouristik-Modul, um regionale Betriebe und Einrichtungen kennenzulernen – viele bieten nicht nur Praktika, sondern auch Ausbildungsplätze oder Einstiegsmöglichkeiten für junge Menschen aus der Region.
Regionale Besonderheiten im Hunsrück
Der Hunsrück ist geprägt von einer vielfältigen Wirtschaftsstruktur, ländlichem Charme und starken regionalen Netzwerken. Diese Besonderheiten solltest du bei der Praktikumssuche im Hinterkopf behalten.
Kleine und mittelständische Betriebe
Viele Unternehmen im Hunsrück sind Familienbetriebe oder mittelständische Firmen mit flachen Hierarchien. Das bedeutet oft: persönlicher Kontakt, direkte Ansprechpartner, vielfältige Einblicke. Du bist nicht „nur“ Praktikant, sondern wirst oft als Teil des Teams behandelt. Nutze das für intensive Lernerfahrungen.
Handwerk und Tradition
Handwerksbetriebe – von der Schreinerei über die Bäckerei bis zur Kfz-Werkstatt – sind im Hunsrück stark vertreten. Praktika in diesen Bereichen bieten praxisnahe Einblicke und die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen. Viele Betriebe suchen händeringend nach Nachwuchs und freuen sich über motivierte Praktikanten.
Tourismus und Gastronomie
Die Region lebt auch vom Tourismus. Hotels, Pensionen, Landgasthöfe, Freizeiteinrichtungen und Tourismusbüros bieten Praktikumsplätze in Service, Küche, Rezeption oder Eventmanagement. Besonders in der Saison (Frühjahr bis Herbst) sind Praktikanten willkommen.
Landwirtschaft und Forstwirtschaft
Der Hunsrück ist ländlich geprägt. Praktika auf Bauernhöfen, in Forstbetrieben oder bei landwirtschaftlichen Dienstleistern geben Einblicke in die Arbeit mit Natur, Tieren und Maschinen. Ideal für alle, die gerne draußen arbeiten und Interesse an nachhaltiger Landnutzung haben.
Soziale Einrichtungen und Verwaltung
Kindergärten, Schulen, Pflegeheime, Gemeindeverwaltungen – auch im sozialen und öffentlichen Bereich gibt es Praktikumsmöglichkeiten. Diese Stellen sind oft gut strukturiert und bieten klare Betreuung.
Mobilität und Erreichbarkeit
Der öffentliche Nahverkehr ist im Hunsrück teils eingeschränkt. Kläre frühzeitig, wie du den Praktikumsbetrieb erreichen kannst – per Bus, Mitfahrgelegenheit, Fahrrad oder mit Unterstützung der Eltern. Manche Betriebe sind bei der Organisation behilflich oder bieten flexible Arbeitszeiten.
Regionale Netzwerke nutzen
Im Hunsrück kennt man sich. Nutze persönliche Kontakte, frage in der Familie, bei Nachbarn oder Vereinen nach. Oft erfährst du über den „kurzen Dienstweg“ von Praktikumsplätzen, die nicht öffentlich ausgeschrieben sind. Auch lokale Veranstaltungen, Ausbildungsmessen oder Tage der offenen Tür sind gute Gelegenheiten, Betriebe kennenzulernen.
Tipp: Der HunsAtlas bietet eine Übersicht über Unternehmen und Einrichtungen in der Region – ideal, um gezielt nach Praktikumsgebern zu suchen und Kontaktdaten zu finden.

Erfolgsgeschichten: Von Praktikanten zu Azubis
Viele junge Menschen im Hunsrück haben über ein Praktikum ihren Traumberuf oder ihren Ausbildungsbetrieb gefunden. Hier ein paar beispielhafte (anonymisierte) Erfolgsgeschichten – als Inspiration und Motivation.
Vom Schnupperpraktikum zur Ausbildung im Handwerk
Anna, 15, wusste nicht, ob Handwerk etwas für sie ist. Nach einem zweiwöchigen Praktikum in einer Schreinerei war sie begeistert: „Ich durfte selbst sägen, schleifen, lackieren – und am Ende hatte ich ein kleines Regal gebaut. Das Gefühl, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen, war großartig.“ Ein Jahr später begann sie dort ihre Ausbildung zur Tischlerin.
Soziales Engagement entdeckt
Max, 16, absolvierte ein Praktikum in einem Kindergarten – eigentlich nur, weil seine Schule es vorschrieb. „Ich dachte, das wird langweilig. Aber die Arbeit mit den Kindern hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich jetzt eine Ausbildung zum Erzieher plane.“ Heute ist er regelmäßig als Praktikant in der Einrichtung und überlegt, nach der Schule dort zu bleiben.
Tourismus als Berufsperspektive
Lena, 17, liebte es, Menschen zu begegnen und zu organisieren. Ein Praktikum in einem Hotel im Hunsrück öffnete ihr die Augen: „Ich habe an der Rezeption gearbeitet, bei Events geholfen und in der Küche mitgeholfen. Die Vielfalt hat mich überzeugt.“ Heute macht sie eine Ausbildung zur Hotelfachfrau – im selben Betrieb.
Landwirtschaft neu entdeckt
Jonas, 14, wuchs auf dem Land auf, hatte aber wenig Bezug zur Landwirtschaft. Ein Praktikum auf einem Bauernhof änderte das: „Ich durfte Traktoren fahren, bei der Ernte helfen und habe gelernt, wie viel Arbeit in unseren Lebensmitteln steckt.“ Heute hilft er regelmäßig auf dem Hof aus und überlegt, Landwirtschaft zu studieren.
Fazit: Ein Praktikum kann der erste Schritt in eine erfüllende berufliche Zukunft sein. Trau dich, Neues auszuprobieren – auch wenn du dir anfangs unsicher bist. Oft entdeckst du Talente und Interessen, von denen du vorher nichts wusstest.
Fazit: Dein Weg zum perfekten Praktikum
- Früh starten: Beginne mindestens 2–3 Monate vor dem gewünschten Praktikumszeitraum mit der Suche. Nutze regionale Netzwerke, Online-Plattformen und persönliche Kontakte.
- Bewerbung mit Sorgfalt: Individualisiere jede Bewerbung, achte auf Rechtschreibung und Vollständigkeit. Ein überzeugendes Anschreiben und ein strukturierter Lebenslauf sind dein Türöffner.
- Authentisch bleiben: Sei im Bewerbungsgespräch du selbst, zeige echtes Interesse und stelle Fragen. Das hinterlässt einen besseren Eindruck als auswendig gelernte Floskeln.
- Engagement zeigen: Nutze das Praktikum, um zu lernen, Fragen zu stellen und Verantwortung zu übernehmen. Pünktlichkeit, Höflichkeit und Eigeninitiative sind die Grundpfeiler eines erfolgreichen Praktikums.
- Feedback einholen: Frage aktiv nach Rückmeldungen und reflektiere deine Erfahrungen. Das hilft dir, dich weiterzuentwickeln und deine Berufswahl zu schärfen.
Ein Praktikum im Hunsrück bietet dir die Chance, regionale Betriebe kennenzulernen, praktische Erfahrungen zu sammeln und vielleicht sogar deinen zukünftigen Ausbildungsplatz zu finden. Nutze die Vielfalt der Region – von Handwerk über Tourismus bis zu sozialen Berufen – und gehe den ersten Schritt in deine berufliche Zukunft.
Viel Erfolg bei deiner Praktikumssuche – der Hunsrück und seine Unternehmen freuen sich auf motivierte junge Menschen wie dich!
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ab welchem Alter kann ich ein Praktikum machen?
Schülerpraktika sind in der Regel ab 14 Jahren möglich, oft im Rahmen der Schule. Jüngere Schüler können kurze Schnupperpraktika (wenige Stunden/Tag) absolvieren, wenn der Betrieb zustimmt. Ab 15 Jahren gelten die Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes für längere Praktika.
Muss ein Praktikum bezahlt werden?
Schulpflichtpraktika und kurze Schnupperpraktika (bis 2 Wochen) sind in der Regel unbezahlt. Freiwillige Praktika über mehrere Wochen oder Monate können vergütet werden, es besteht aber keine gesetzliche Pflicht. Kläre die Konditionen vorab mit dem Betrieb.
Wie finde ich Praktikumsplätze im Hunsrück?
Nutze das HunsAtlas auf dem Hunsrück Portal, um regionale Unternehmen zu finden. Frage auch in deiner Schule, bei der Berufsberatung, in Vereinen oder im Bekanntenkreis nach. Viele Betriebe bieten Praktika an, ohne sie öffentlich auszuschreiben.
Was gehört in eine Praktikumsbewerbung?
Eine vollständige Bewerbung umfasst ein individuelles Anschreiben, einen tabellarischen Lebenslauf und die letzten beiden Schulzeugnisse. Optional kannst du Zertifikate oder Bescheinigungen (z. B. von früheren Praktika) beifügen. Achte auf korrekte Rechtschreibung und vollständige Kontaktdaten.
Wie bereite ich mich auf ein Vorstellungsgespräch vor?
Informiere dich über den Betrieb (Website, Produkte, Dienstleistungen), überlege dir Antworten auf typische Fragen (Motivation, Stärken, Interessen) und bereite eigene Fragen vor. Kleide dich angemessen, sei pünktlich und tritt freundlich und selbstbewusst auf.
Was mache ich, wenn ich während des Praktikums unzufrieden bin?
Sprich offen mit deinem Betreuer über deine Situation. Oft lassen sich Probleme durch ein klärendes Gespräch lösen. Wenn das nicht hilft, wende dich an deine Eltern, Lehrer oder die Berufsberatung. In schwerwiegenden Fällen (z. B. bei Verstößen gegen den Jugendschutz) kannst du das Praktikum abbrechen.
Brauche ich für ein Praktikum eine ärztliche Untersuchung?
Bei Jugendlichen unter 18 Jahren ist vor Aufnahme einer längeren Beschäftigung (auch Praktika über mehrere Wochen) eine ärztliche Erstuntersuchung nach § 32 JArbSchG vorgeschrieben. Kläre mit dem Betrieb, ob das für dein Praktikum erforderlich ist. Kurze Schnupperpraktika sind meist ausgenommen.
Kann ein Praktikum zu
einer Ausbildung führen?
Ja, viele Betriebe nutzen Praktika gezielt, um potenzielle Auszubildende kennenzulernen. Wenn du einen guten Eindruck hinterlässt, Interesse zeigst und gut ins Team passt, stehen die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sehr gut. Frage am Ende des Praktikums ruhig nach, ob eine Ausbildung im Betrieb möglich wäre.
Wo finde ich Praktikumsplätze im Hunsrück?
Im HunsAtlas findest du Unternehmen und Betriebe aus der Region, die Praktika anbieten. Auch die Berufsberatung der Agentur für Arbeit, die IHK und Handwerkskammer sowie regionale Jobportale helfen weiter. Viele Betriebe freuen sich über Initiativbewerbungen.